Building Bridges in Multicultural Congregations - Brücken bauen in multikulturellen Gemeinden. Unter diesem Motto tagte von 7.-10. Juni die 89. Sitzung der Jährlichen Konferenz Österreich in der Englischsprachigen Gemeinde in Wien.

Musik verbindet. Das wurde bereits im Eröffnungsgottesdienst am Donnerstagabend deutlich spürbar, in dem Lieder aus verschiedensten Ländern Europas, Asiens, Afrikas sowie Nord- und Südamerikas gesungen wurden. Liturgischer „Architekt“ dieses äusserst fröhlichen Gottesdienstes war Rev. Terry MacArthur, der lange Zeit als Referent für Gottesdienstgestaltung (worship consultant) im Weltkirchenrat tätig war. Gemeindeglieder aus der englischsprachigen Gemeinde und der Gemeinde Wien-Fünfhaus berichten in sehr persönlichen Zeugnissen davon, was es für sie bedeutet, in einer multikulturellen Gemeinde Heimat zu finden - v.a. dann, wenn man eine Österreicherin mit sichtbar afrikanischen oder asiatischen Wurzeln ist.

Im Zentrum stand dabei die Geschichte von Philippus und dem Eunuchen der Kandake, die als der Bericht von der ersten Taufe eines Nichtjuden gilt. „Schau, hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg?“, fragt der Eunuch Philippus, worauf dieser mit ihm ins Wasser steigt, und ihn tauft. So sollen auch wir uns erinnern, dass nichts und niemand uns davon abhält, Teil der Familie Gottes zu sein.

Herzlich begrüßt wurde im Eröffnungsgottesdienst Prof. Dr. Martin Fischer. Fischer ist seit März 2018 Leiter der Abteilung B des Kultusamts und damit zuständig für die Angelegenheiten der Evangelischen Kirchen in Österreich. Seine Funktion sei die eines Scharnieres zwischen Kirche und Staat, betonte Fischer in seinem Grußwort. Martin Fischer selbst ist Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Kirche und war zuletzt Professor für Theologische Fachwissenschaften und Fachdidaktik an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems sowie Gender Mainstreaming Beauftragter der KPH.

Stefan Schröckenfuchs