Zum Auftakt des heutigen Sitzungstages hat uns Livia Stiller, unsere Jugendreferentin, in der Morgenandacht hineingenommen in ihr persönliches Bibelverständnis oder besser: In ihre Auseinandersetzung mit biblischen Texten. Biblische Texte können nicht isoliert und aus dem Kontext gerissen betrachtet werden, sondern es geht um das Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift. So hoffe ich, ihr Credo angemessen zusammenfassen zu dürfen.

Der Bericht des Superintendenten Stefan Schröckenfuchs spricht eine der zentralen Fragen dieser Konferenz schon im ersten Punkt an: Wie wollen wir gemeinsam Kirche sein?
Dann folgt ein Gang durch die einzelnen Gemeinden in Österreich, die vorallem für Salzburg gravierende Änderungen im Berichtsjahr bedeutet haben: Nach 40 Jahren in der Bayernstraße 3a hat die Gemeinde Ende 2018 ihren letzen Gottesdienst in den ihr vertrauten Räumen im „Untergrund“ gefeiert. Der Auszug war nötig, da das Haus in der Bayernstraße desolat ist. So ist im vergangenen Jahr die Entscheidung gefallen, die Gottesdienste in der Kapelle des Diakoniewerks in Salzburg-Aigen zu feiern.
Weiters beschreibt Stefan Schröckenfuchs die gute Zusammenarbeit mit den evangelischen Kirchen in Österreich und Europa und verweist auf das Ende der Dienstzeit von Bischof Michael Bünker, der sich in besonderer Weise für die Zusammenarbeit unter den evangelischen Kirchen eingesetzt hat. Wir erwarten aber auch mit dem neuen Bischof, Michael Chalupka, den wir schon viele Jahre kennen, eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit.

Der Bericht des Konferenzlaienführeres Ben Nausner lässt uns nochmal teilhaben an den verschiedenen Entscheidungen und den Wegen, die wir in Fortführung des Arbeitsauftrages der letzten Jährlichen Konferenz beschritten haben: Wie können wir das Berichtswesen mehr auf die Zukunft hin orientieren und wie finden wir dadurch Zeit für einen guten Austausch miteinander.

Wenn man den Bericht der Kommission für liturgische und ethische Fragen kurz zusammenfassen möchte - und das möchte ich - dann kann man von drei erfolgreichen Studientagen zum Gottesdienst sprechen, die mit allen Gemeinden in unterschiedlichen Zusammensetzungen durchgeführt wurden und die Bereitschaft der Kommission hervorheben, für weitere Arbeitsaufträge seitens der Jährlichen Konferenz zur Verfügung zu stehen.

Beim Bericht der Kommission für Kinder- und Jugendarbeit wird deutlich, wie schwierig es mittlerweile geworden ist, die Kinder und Jugendlichen für diversen Veranstaltungen zu gewinnen. Alle haben ein dichtes, persönliches Programm und die Beziehungen untereinander sind nicht in der Art vorhanden oder gefestigt worden, dass es motivierend ist für unsere Kinder und Jugendlichen. Die Formate werden ab Ende des Jahres 2019 neu überdacht werden müssen.
Fest steht, dass Livia Stiller ihre Funktion als Jugendreferentin im Herbst 2019 beenden wird und ihre Übergabe an Eike Nungasser mit Umsicht gestalten wird. Wir werden einen Ort des Dankes und der Verabschiedung für Livia finden und bedanken uns an dieser Stelle schon einmal vorsorglich und in Liebe für ihre Arbeit!

In Stellvertretung für die verhinderte Vorsitzende Iris Radauer vertritt Helga Pöll den Bericht des Frauennetzwerkes an der Konferenz. In Zukunft wird Iris Radauer den Vorsitz an Margit Wallner übergeben und sich dankenswerterweise der Finanzen annehmen.

Sebastian Enders überbringt Grußworte von der Süddeutschen Konferenz in Deutschland und betont seine Freude, hier in dieser familiären Konferenz in Österreich sein zu können.
Christina Forster überbringt die Grüße aus der Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika und lässt uns teilhaben an ihrer Arbeit in Basel, wo sie verschiedene „fresh expressions“ Projekte verantwortet und diese vorstellt.

Der Bericht der Ökumene macht - und hier setze ich den Berichtsschwerpunkt - nochmal auf österreichischer Ebene deutlich, wo und wie wir mit der Neuapostolischen Kirche gerade unterwegs sind.

Vom Berichtswesen nähern wir uns jetzt dann auch dem Ende eines langen Sitzungstages.
Aber gerade der Bericht über unsere Methodistische Connexio macht mit deutlich am meisten Redebeiträgen des heutigen Tages deutlich, dass wir hier als Kirche und insbesondere als österreichische Evangelisch-methodistische Kirche gefordert sind.
Man kann den Entwicklungen und Konsequenzen der Generalkonferenz mit einem entspannten „Schau ma mal“ den Wind aus den Segeln nehmen, aber die Connexio mit unseren europaweiten methodistischen Kirchen ist uns wichtig.
Hier lohnt es sich, die Beziehungsebene anzuschauen und zu prüfen, in wie weit wir trotz unterschiedlichen Meinungen dennoch gemeinsam Kirche sein können.

Nach einem köstlichen Abendessen mit interkulturellem Buffet wenden wir uns dem letzten Highlight des Tages zu:
Jörg Barthel, Professor für Altes Testament an unserer Theologischen Hochschule in Reutlingen, Deutschland wurde von der Vorbereitungsgruppe gebeten uns, als Konferenz, verschiedene Zugänge zum biblischen Schriftverständnis näher zu bringen.
Dies hat Jörg Barthel in brillianter Art und Weise getan.

Eine Zusammenfassung seines Vortrags erfolgt hoffentlich in Kürze und wir freuen uns auf einen weiteren Austausch mit ihm und untereinander am Samstagvormittag nach dem Konferenzgottesdienst.