Aufbrüche wagen
Die Einheit sollte »Top-Priorität« für Christen, Gemeinden und Kirchen sein. Das sagt Ekkehart Vetter, der Gastredner der AGG-Tagung in Braunfels ist.
»Die Einheit der Gemeinde (soll) ein Abbild der Einheit zwischen Jesus und dem Vater sein«, schreibt Ekkehart Vetter im »Eins-Magazin« der Deutschen Evangelischen Allianz zur Anfang Januar stattfindenden Allianzgebetswoche. Vetter, der Vorsitzender der Evangelischen Allianz ist und Präses des pfingstkirchlichen Mühlheimer Verbands, ist am letzten Januarwochenende Gastredner der Tagung des Arbeitskreises geistliche Gemeindeerneuerung in der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) im hessischen Braunfels. Ihm liegt die Einheit von Christen, Gemeinden und Kirchen am Herzen, sodass er im erwähnten Magazin schreibt: »Einzelne Christen, lokale Gemeinden, ganze Denominationen und Kirchen, die die Einheit nicht als Top-Priorität auf der Agenda haben, lassen ein Herzensanliegen Jesu links liegen.«

Aus seiner Sicht als Allianzvorsitzender und als Präses seines freikirchlichen Verbandes wird Vetter bei der unter dem Thema »Aufbrüche wagen« stattfindende Arbeitskreistagung als Gastredner Impulse beitragen. Laut Veranstalterinformationen richtet sich die Tagung an Personen, die »sich geistlich zurüsten lassen wollen«, sowie an Menschen, die über die Zukunft der Kirche und das Engagement des Arbeitskreises nachdenken wollen. Dabei gehe es in zwei Tagungseinheiten um das Ringen um die Zukunft und um Aufbrüche von Gemeinden und Einzelnen.

Die Tagung diene auch dazu, »kritisch zur Kirche eingestellte Kirchenglieder im Sinne des Runden Tisches zu informieren« sowie dazu, »mit Menschen, die dem Arbeitskreis eher kritisch gegenüberstehen ins Gespräch zu kommen«, erklärt Alexandra Brenner, die zur Leitung des Arbeitskreises gehört. Als Mitglied des Runden Tisches der EmK, der angesichts unterschiedlicher Grundüberzeugungen zu Fragen der Homosexualität nach möglichen gemeinsamen Wegen der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland sucht, ist es ihr ein Anliegen, »miteinander über das was wir glauben, was uns wichtig ist und was uns Mühe macht ins Gespräch kommen«. Die Tagung des Arbeitskreises sei dafür eine Gelegenheit.