Jetzt ist es offiziell: Die ausserordentliche Generalkonferenz findet im Februar 2019 in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri statt.

Der Bischofsrat der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) hat die ausserordentliche Generalkonferenz, die er schon länger angekündigte hatte, auf den 23. bis 26. Februar 2019 festgelegt. Sie findet statt in der am Mississippi gelegenen Stadt St. Louis im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri. Eingeladen sind die Delegierten der Generalkonferenz 2016 beziehungsweise deren rechtmässige Nachfolger oder Stellvertretungen. Einziger Verhandlungsgegenstand der ausserordentlichen Tagung wird der Bericht sein, den der Bischofsrat vorlegen wird. Dieser Bericht basiert auf der Arbeit der Kommission „Ein Weg in die Zukunft“, die nach einem Beschluss der Generalkonferenz vom Mai 2016 durch den Bischofsrat eingesetzt wurde.

Gebetkette für die Einheit der Kirche

Bruce Ough, der für die Region Dakotas-Minnesota zuständige EMK-Bischof und Präsident des Bischofsrats, ermutigt die gesamte Kirche, „intensiv und anhaltend dafür zu beten, dass der Heilige Geist in der Kommission und der ausserordentlichen Generalkonferenz Durchbrüche bewirkt“. Im Rahmen einer vom Bischofsrat angestossenen Gebetskette übernimmt bis im Juni 2018 jede Woche eine andere Jährliche Konferenz die Verantwortung für das Gebet. Der EmK Schweiz-Frankreich-Nordafrika wurde die Woche vom 2. bis 8. Juli 2017 zugeteilt. Pfarrer Werner Eschler aus Schlatt koordiniert die Gebete der hiesigen Kirchgemeinden in der betreffenden Woche.

Entscheid zu lesbischer Bischöfin

Diese Woche steht zum Umgang mit Homosexualität der Kirche am EmK-Rechtshof eine wichtige Entscheidung an. Das Gremium, das über die Auslegung des Kirchenrechts innerhalb der weltweiten EmK urteilt, berät seit gestern 25. bis Freitag, 28. April, eine Eingabe, ob die Wahl von Karen Oliveto zur Bischöfin rechtens ist. Bischöfin Oliveto ist als Lesbierin mit einer Frau verheiratet und war im Sommer letzten Jahres für die im Westen der USA gelegene und die Bundesstaaten Colorado, Wyoming, Montana, Utah und Idaho umfassende Region „Mountain Sky“ zur Bischöfin gewählt worden.

Kommission berät seit Januar 2017

Die 32 Personen umfassende Kommission „Ein Weg in die Zukunft“ diskutiert seit Januar dieses Jahres die andauernden und unüberbrückbaren Gegensätze zum Umgang mit Homosexualität in der weltweiten EmK angesichts der bestehenden Regelungen, praktizierende Homosexuelle nicht zur Ordination zuzulassen und gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht zu segnen. Die Kommission soll in geistlicher Einheit einen Weg für die weltweit strukturierte EmK entwerfen, der das methodistische Zeugnis an möglichst vielen Orten in der Welt fördert. Dabei soll berücksichtigt werden, dass das Evangelium immer in die jeweilige Umgebung hineinwirkt und deshalb auch regionale und kulturelle Umstände in die Überlegungen einzubeziehen sind. Elf Mitglieder der Kommission kommen von ausserhalb der USA. Aus Europa sind die bis vor kurzem für Deutschland zuständige Bischöfin Rosemarie Wenner und für die Laienseite David Field aus der EmK Kleinbasel dabei.

Bid: Bruce Ough, Präsident des Bischofsrats der weltweiten EmK, ruft zum Gebet für die Einheit der Kirche auf.

Quelle: www.emk.de, Klaus Ulrich Ruof / Barbara Streit-Stettler