Von 5. – 7. Mai 2017 trafen sich Frauen aus den Gemeinden der EmK Österreich zur Frauenfreizeit am Attersee.

Das Thema der heurigen Frauenfreizeit, die von den Linzer Frauen liebevoll vorbereitet wurde, war „Gewaltfreie Kommunikation“ und wurde von der Referentin Maria Kastenhofer gestaltet. In Kleingruppen bearbeiteten wir das Thema in vier Schritten, wobei jede Teilnehmerin Gelegenheit hatte, einen Konflikt aus dem eigenen Alltag zu wählen und in Angriff zu nehmen. Am Freitag Abend stiegen wir mit dem ersten Schritt, nämlich der Beobachtung einer Situation, die uns Unbehagen bereitet, ein. Der Samstagvormittag und Samstagabend waren den Schritten 2 bis 4 gewidmet. Schritt 2: Welche Gefühle hat meine Beobachtung ausgelöst? Schritt 3: Auf welche unerfüllten Bedürfnisse weisen meine Gefühle hin? Schritt 4: Ideen für eine konkrete Lösung. Als besonders interessant fanden wir die Unterscheidung zwischen echten Gefühlen und Pseudogefühlen und das Herausfinden der wahren eigenen Bedürfnisse. Als hilfreich erwiesen sich dabei Listen mit Gefühlen, Pseudogefühlen und Bedürfnissen und ein Kärtchen mit den vier Schritten für die Geldbörse, alles wertvolle Unterlagen, die wir auch mit nach Hause nehmen durften.

Der Samstagnachmittag war der Freizeit gewidmet. Bei Kaiserwetter unternahmen einige Frauen eine idyllische Wanderung durch den hügeligen Wald von Steinbach nach Weißenbach, von wo sie mit dem Schiff wieder zurückfuhren oder zu Fuß zurückwanderten. Abgerundet wurde die Freizeit mit einem feierlichen Gottesdienst am Sonntagvormittag.

Zwischen den Programmpunkten und am Ende gab es genügend Zeit für persönliche Gespräche und tiefe Begegnungen. Was noch besonders nachwirkt, ist der liebevolle und verständnisvolle Umgang miteinander. Die leuchtenden Gesichter am Schluss gaben Zeugnis davon, dass dieses Wochenende ein Genuss für Körper, Geist und Seele war und alle noch lange davon zehren werden. (Bericht von Ingrid Harfmann)

„Wenn wir unsere Bedürfnisse erkennen und aussprechen, steigt die Chance, dass sie erfüllt werden.“ (Marshall Rosenberg)

„Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören, um zu verstehen. Wir hören zu, um zu antworten.“ (Verfasser unbekannt)

„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“ (Rumi)