Weltweit interkonfessionelle Gottesdienste am 3. März

Der diesjährige „Weltgebetstag der Frauen“ wird am 3. März unter dem Motto „Habe ich dir Unrecht getan?“ begangen: In über 170 Ländern – darunter Österreich – werden interkonfessionelle Gottesdienste gefeiert und als Zeichen weltweiter Solidarität Kollekten gesammelt, um Projekte zur Besserung der Lebenssituation von Frauen zu unterstützen. Im Fokus stehen heuer als Schwerpunktland die Philippinen, der fünftgrößte Inselstaat der Welt.

Ausgangspunkt der liturgischen Texte zum Weltgebetstag ist diesmal das biblische Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16), das zum Nachdenken über die Folgen ungerechter globaler Wirtschaftsstrukturen anregen soll: „Für Jesus ist es ganz natürlich, großzügig zu geben. Die Arbeiter, die den ganzen Tag gearbeitet haben, sehen es als ihr gutes Recht, mehr zu bekommen, und erheben lauten Protest“, heißt es auf der Weltgebetstag-Website. Der Alltag philippinischer Arbeiterinnen, Tagelöhnerinnen und Alleinerzieherinnen sei vielfach „von Abhängigkeiten und prekären Verhältnissen geprägt“. Viele Philippinas seien auch heute Opfer von häuslicher Gewalt oder Sexhandel.

In Österreich tragen Frauenorganisationen christlicher Kirchen und Gemeinschaften den Gebetstag, der in zahlreichen Gemeinden begangen wird: Ein Nationalkomitee setzt sich aus den ökumenischen Teams in den Regionen zusammen. Diesen Teams gehören Vertreterinnen von Kirchen und christlichen Gemeinschaften an, die Mitglieder und Beobachter im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich sind.

Wesentlicher Bestandteil jeder Gottesdienstfeier ist die Kollekte, über deren Verwendung die nationalen Weltgebetstagskomitees unabhängig vom internationalen Komitee entscheiden. Mit der Kollekte der österreichischen Gemeinden werden vorwiegend Projekte in vielen Ländern der Erde gefördert, die über Projektpartner vor Ort durchgeführt werden, aber weitgehend von den unterstützten Frauen selbstverantwortlich mitgetragen werden sollen.

Ökumenische Basisbewegung von Frauen

Die heutige Initiative wurzelt in Gebetstagen, die bereits ab 1887 von den Frauenmissionswerken in den USA und Kanada ins Leben gerufen wurden. Frauen der US-amerikanischen Äußeren Mission riefen 1912 einen interkonfessionellen Gebetstag ins Leben; der erste Weltgebetstag wurde am 4. März 1927 gefeiert, angeregt vom Exekutivkomitee des Verbandes der Frauenwerke für Äußere Mission. In Folge entstanden ein Komitee und ein festes Datum: der erste Freitag in der Passionszeit.

 

Tags: