Soziale Verantwortung

Wie wir uns engagieren

Es ist unsere Überzeugung, dass christlicher Glaube nicht nur im „für wahr Halten“ bestimmter Lehren besteht. Methodistinnen und Methodisten sind vielmehr überzeugt, dass sich der Glaube eines Menschen auch auf seine Einstellung zu seinen Mitmenschen und zur Schöpfung auswirkt, und in seinem Verhalten sichtbar wird. Soziales Engagement und das Eintreten für soziale (und zunehmend auch ökologische) Gerechtigkeit gehören entsprechend zu den Kernidentität der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Das Soziale Bekenntnis ist ein Gebet, indem wir uns zu unserer Verantwortung für die Menschliche Gemeinschaft und die Schöpfung bekennen. Es wird immer wieder in unseren Gottesdiensten gebetet, um uns selbst an diese Verantwortung zu erinnern. Die Sozialen Grundsätze nehmen Stellung zu den Kernfragen der Menschen in der gegenwärtigen Welt. Sie werden alle vier Jahre gemeinsamen von den Delegierten aus aller Welt bei der Generalkonferenz ergänzt und aktualisiert.

Internationale Missionsprojekte 

Die Evangelisch-methodistische Kirche in Österreich unterstützt drei Missionsprojekte, die vom Frauennetzwerk ausgewählt werden. Zwei Projekte laufen über mehrere Jahre, die sogenannte Sommer-Sammlung wechselt jährlich. Derzeit werden folgende Projekte unterstützt:

Gemeindeaufbau in Albanien

"Kirche soll ein guter Ort für die Menschen sein. Wir können Begegnung und Gespräche ermöglichen, einen Platz bereitstellen, an dem man frei und ohne Druck man selbst sein kann. Die Kirche kann und darf ein Ort des Vertrauens sein, an dem man dieses Vertrauen einüben und leben kann.", so der aus Österreich stammende Superintendent der EmK Albanien, Wilfried Nausner. 

Bis zur Wende 1990 war Albanien ein kommunistisches Land, in dem es kaum Möglichkeiten zur Religionsausübung gab. Die Arbeit der EmK in Albanien ist derzeit vor allem Missions- und Aufbauarbeit. Ziel ist es, selbständige Gemeinden in Albanien zu schaffen. Derzeit gibt es drei Gemeinden (in Bishnica, Pogradec und Tirana) mit ca. 150 Mitgliedern.  

Stipendienprogramm für junge Frauen aus benachteiligten Familien

In Bolivien sind es vor allem Frauen, welche die Felder bestellen, Handel treiben, Kinder erziehen und die Familien tragen. In finanziell schwachen Familien bleibt ihnen aber oft die Möglichkeit einer guten Ausbildung verwehrt weil sie "nur" Töchter sind. Um diese Frauen zu ermutigen, für sich selber und in ihrem Umfeld etwas positiv zu verändern, setzt das Frauenwerk der Methodisten Kirche Bolivien Akzente: Pro Jahr erhalten 32 Frauen aus einkommensschwachen Familien ein Stipendium, um eine Universität oder Fachhochschule zu besuchen.

Nebst dem persönlichen Nutzen für die jungen Frauen, die so z.B. einen Abschluss in Medizin, Recht, einem handwerklichen Beruf oder einen kaufmännischen Abschluss erlangen, profitiert auch die Kirche von den ausgebildeten Frauen, die als zukünftige Führungskräfte in verschiedenen Ämtern zur Verfügung stehen. Seit 2008 konnten bereits 110 Frauen ein Studium abschliessen.

Computerkurse für junge Menschen mit Behinderungen in Makedonien

In diesem Projekt der Diakonie Makedonien werden junge Menschen, die ausgegrenzt sind und für ihre Behinderungen kaum Verständnis finden, gefördert. Jugendliche erhalten die Möglichkeit mit der modernen Technik vertraut zu werden, um ihre Lebensumstände zu verbessern und ihnen eine bessere Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Die Sommersammlung 2016 dient der Unterstützung dieses Projekts. Ziel der Computerkurse ist, grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit dem PC zu vermitteln. Zudem können isolierte Jugendliche soziale Kontakte knüpfen. Das Erlernen von neuen Fähigkeiten soll die jungen Menschen zu einer positiven Lebenseinstellung motivieren und sie für die Herausforderungen des Lebens stärken.