Mit einem «Hirtenbrief» wandte sich heute am 16. März der methodistische Bischof Patrick Streiff an die Kirchgemeinden seines Bischofsgebiets. Er ermutigt darin angesichts der Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie dazu, die Möglichkeiten heutiger Kommunikationsmittel kreativ zu nutzen.

In den 16 Ländern, die in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordafrika zum Bischofsgebiet von Bischof Patrick Streiff gehören, sind aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus teils drastische Massnahmen ergriffen worden. Vielerorts ist das öffentliche Leben fast vollständig zum Erliegen gekommen. Bischof Patrick Streiff wendet sich darum mit einem Hirtenbrief an die methodistischen Kirchgemeinden. «Wir haben nicht mehr unter Kontrolle, was in einer Woche möglich oder nicht mehr möglich sein wird», schreibt er. Diese Situation löse Angst aus. Gottes Geist jedoch befördere «besonnenes Handeln» in einer solch unsicheren Situation.

Ungeahnte Möglichkeiten nutzen

In vielen methodistischen Gemeinden konnten bereits am vergangenen Sonntag keine Gottesdienste mehr gefeiert werden. Doch in dieser Situation nimmt der Bischof auch ermutigende Entwicklungen wahr: «Von vielen Orten habe ich gehört, wie kreativ neue Medien benutzt wurden, um die frohe Botschaft in einer verunsichernden Lage hörbar zu machen.» Gemeinschaft und persönliche Beziehungen seien in methodistischen Gemeinden wichtige Kennzeichen des kirchlichen Lebens. Der Bischof ermutigt darum, die «ungeahnte[n] Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu bleiben» zu nutzen, die heutige Kommunikationsmittel eröffnen.

Ideen und Ansätze im Überblick

Am vergangenen Sonntag haben einzelne Gemeinden und Pfarrpersonen bereits damit begonnen, neue Formen auszuprobieren. Auf der Webseite der EMK Schweiz wurde eine Übersichtseite eingerichtet, um diese neuen Ansätze zugänglich zu machen. Die Seite befindet sich im Aufbau und wird laufend ergänzt.

S.F.
Beitragsbild: EMK Schweiz, SF

Hirtenbrief von Bischof Patrick Streiff (PDF)