Die Kinderwoche 2020 fand von 16. bis 22. August 2020 auf der Edtbauernalm, Huttererböden, in Hinterstoder OÖ statt. Teilgenommen haben 12 Kinder im Alter von 7-12 Jahren. Obwohl ursprünglich ein Gewitter angesagt war, hatten wir am Sonntagnachmittag wunderschönes Anreisewetter. Trotz vieler Auflagen wegen CoVid-19 (Maskenpflicht im Haus, Eltern dürfen das Haus nicht betreten, Farbleitsystem, strikte Trennung von den Jugendlichen, immer wieder Nachdesinfizieren, ewig Händewaschen, kein Singen in geschlossenen Räumen) und gleich am Anfang einem Feueralarm, blieben alle gut gelaunt und voller Vorfreude. Das Thema der Kinderwoche war „Kinderrechte“ und gleich am Sonntagabend gab es dazu eine erste Einführung. Mit Maria wurden außerdem sämtliche CoVid-19 Regeln nochmal genau durchbesprochen und gemeinsam überlegt, wie man sie am besten einhalten und umsetzen kann.

Montag: Das Thema „Privatsphäre“ mit Julia gab gleich Anlass zu einigen Gesprächen und Diskussionen und es war toll zu erleben, wie interessiert die Kinder sich einbrachten und mitdachten. Am Nachmittag konnten die Kinder beim Schwedenbombenfluggerät basteln ausprobieren, ob ihre Schwedenbombe den Sturz aus 4-5 Meter Höhe heil übersteht und obwohl wir Mitarbeiter ein wirklich geniales Teil konstruierten, trugen die Kinder am Schluss den Sieg davon. Am Abend spielten wir ganz viele Spiele, wobei Obstsalat in sämtlichen Variationen, so wie jedes Jahr, zu den Favoriten zählte.

Dienstag: Beim Thema „Bildung“ mit Bernhard wurde zuerst überlegt, was Bildung denn eigentlich ist und wo man gebildet wird. Außerdem durfte jedes Kind einen Zettel ausfüllen mit der Frage: „Was kann ich?“ Es war schön zu sehen, wieviel jeder kann und welche Talente vorhanden sind. Am Nachmittag gab es wegen dem schlechten Wetter einen Stationenbetrieb im Haus mit einem eigenen Bastelraum, Spieleraum und Turnsaal. Das gefiel den Kindern so gut, dass viele fragten, ob wir das nochmal machen können. Am Abend fand die Kinderdisco statt mit Schwarzlicht und UV Make Up, das richtig coole Effekte erzeugte. Mittwoch: Diesen Tag hatten die Jugendlichen für uns vorbereitet und sich dabei richtig viel einfallen lassen: Von kreativen Stationen zum Thema Kinderrechte (Recht auf Name, Nahrung, Schutz vor Gewalt und Freizeit) zu Schnitzeljagden mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und ziemlich kniffligen Rätselfragen. Am Nachmittag hatte der Regen endgültig aufgehört und so konnten wir die „Olympischen Kinderspiele“ veranstalten, bei denen es beim Limbo leider einen Verletzten gab (auch falsche Bewegungen können zu Schmerzen führen). Da das betroffene Kind aber unbedingt bei der Andacht dabei sein wollte, wurde es kurzerhand auf eine Bank gelegt und gleich in der Gruppe gemeinsam für einen guten Ausgang dieses Unfalls gebetet.

Donnerstag: Am Vormittag war das Thema „Recht auf Partizipation“ (Mitbestimmung) mit Maria dran und auch hier entstanden sehr viele angeregte Diskussionen und Gespräche. Am Nachmittag setzten wir das Ganze dann gleich konkret um, weil die Kinder mitbestimmen durften, was am Nachmittag auf dem Programm stehen sollte. Nach vielem hin und her fuhren dann fast alle Kinder mit dem Sessellift auf den Berg und genossen die wunderbare Aussicht. Am Abend durften wir Steckerlbrot und Marshmallows über dem Lagerfeuer braten und gemeinsam ganz viel singen. Obwohl der Rauch leider teilweise in den Augen brannte, war es doch ein ganz wunderbarer Abend, den wir alle so richtig genossen.

Freitag: Beim Thema „Recht auf Wohnen“ wurde vielen erst bewusst, wie viele unterschiedliche Arten zu wohnen es gibt und dass es nicht selbstverständlich ist, ein Dach über dem Kopf, Strom, Wasser und mehrere Räume zur Verfügung zu haben. Am Nachmittag fuhren wir mit der Gondel hinunter nach Hinterstoder ins Freibad, in dem wir das herrliche Wetter und das kühlende Wasser genossen. Die Beiträge beim „Bunten Abend“ waren äußerst vielfältig. Von beeindruckenden Gymnastik- und Poivorführungen, für die schon die ganze Woche lang geübt worden war, über witzige Sketche, Rätselfragen und (auf jeden Fall für die Zuschauer) lustige Aufgaben für die Betreuer*innen, über Siegerehrungen bis hin zu einer Fotoshow, die noch einmal die Highlights der Woche zeigte, kam alles vor, was so ein Abend braucht, um richtig gelungen zu sein.

Am Abreisetag hatten wir wieder wunderbares Wetter und weil alle Kinder so toll mitarbeiteten, waren wir schon lange vor der vorgegebenen Zeit fertig mit Zimmer räumen und konnten im Freien noch gemeinsam singen, beten, spielen, reden und die KiWoLiBus unterschreiben. Die ganze Woche war geprägt von vielen intensiven Gesprächen, unglaublich viel Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft von den Kindern (und natürlich auch Betreuer*innen) und einer Herzlichkeit untereinander, die einfach schön war. Trotz aller Einschränkungen und Auflagen durch CoVid-19 war es eine wunderbare Woche mit so vielen lustigen, berührenden, bereichernden Momenten, dass ich wirklich dankbar und froh bin, dabei gewesen zu sein.

Danke an alle Mitarbeiter*innen, die nicht nur während der Woche, sondern auch schon in der Vorbereitung, ganz viel Zeit investiert haben. Danke an alle Kinder, die sich so vorbildlich an alle Regeln gehalten haben, ohne zu murren. Danke Gott, für diese Woche. Es wurde viel gebetet und gesungen und es ist wunderschön zu erleben, dass wir immer wieder merken: Gott ist da, ihm können wir alles sagen, ihm dürfen wir vertrauen, er liebt uns!

Bericht: Martha Zilka gemeinsam mit Maria Sonnleithner Leiterin der Kinderwoche Fotos: EmK.