Von 2005 bis 2017 Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland

FRANKFURT am Main – 29. Juni 2020 – Am Mittwoch, dem 1. Juli 2020, feiert Rosemarie Wenner ihren 65. Geburtstag. Im Jahr 2005 war sie als erste Frau außerhalb der Vereinigten Staaten ins Amt einer Bischöfin für die Evangelisch- methodistische Kirche gewählt worden. Nach zwölf Jahren in diesem Amt war sie 2017 in den Ruhestand getreten.

In ihrer aktiven Zeit als Bischöfin war Wenner von April 2012 bis Mai 2014 Präsidentin des internationalen Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche. Im Rahmen der unlösbar erscheinenden Auseinandersetzungen über Fragen zur menschlichen Sexualität, insbesondere die Ordination Homosexueller oder die Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften, hatte die EmK-Generalkonferenz im Mai 2016 beschlossen, eine international besetzte Kommission einzurichten, die in diesen Fragen einen Lösungsweg vorschlagen sollte. Zu den 32 Personen, die der Bischofsrat in diese Arbeitsgruppe berief, gehörte auch Bischöfin Wenner. Gegen Ende ihrer aktiven bischöflichen Beauftragung für die Zentralkonferenz der Evangelisch- methodistischen Kirche in Deutschland übernahm sie im Auftrag des Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche die Aufgabe, internationale ökumenische Kontakte und Verbindungen zu stärken. Dazu gehört auch die als »Genfer Sekretärin« bezeichnete Beauftragung, in der sie die Kontakte zwischen dem Weltrat Methodistischer Kirchen und dem in Genf ansässigen Ökumenischen Rat der Kirchen und anderen kirchlichen Weltbünden gestaltet. Diese Beauftragung übt sie auch noch im Ruhestand aus.

Geboren wurde Wenner 1955 im baden-württembergischen Eppingen. Nach ihrer Schulzeit begann sie ihre pastorale Laufbahn im EmK-Gemeindebezirk Pforzheim. Daran schloss sich das vierjährige Theologiestudium im Theologischen Seminar der Evangelisch-methodistischen Kirche in Reutlingen an (heute Theologischen Hochschule Reutlingen). Nach Gemeindediensten in Hockenheim, Dreieich-Sprendlingen und Darmstadt wurde sie 1996 vom damaligen Bischof Walter Klaiber zur Superintendentin für den Distrikt Frankfurt der damaligen Südwestdeutschen Konferenz berufen. Als Klaiber 2005 in den Ruhestand trat, wurde Wenner dessen Nachfolgerin im Amt als Bischöfin für die Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland.

Rosemarie Wenner ist verheiratet mit dem Diplom-Informatiker Tobias Wenner und lebt seit ihrem Ruhestand im baden-württembergischen Nußloch in der Nähe von Heidelberg.

Klaus Ulrich Ruof
Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecher

Angaben zum Bild: © EmK-Öffentlichkeitsarbeit, Gottfried Hamp