Fragen und Antworten rund ums Neue Testament

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Esther Handschin

Pastorin, Erwachsenenbildung


Mitarbeiter*innen in der Verkündigung trafen sich dieses Mal in Linz zur Ausbildung.
Modul Neues Testament in Linz
v.l.n.r.: Jutta Henner (Referentin, Eike Nungesser, Esther Handschin, Martha Zilka, Jennifer Howe, Alexis Kajenjeri, Ute Frühwirth, Daniel Mohr, Ben Nausner, Sylvia Drexler, Doreen Ighama

Unter der kompetenten Leitung von Jutta Henner, Direktorin der Österreichischen Bibelgesellschaft, trafen sich neun Personen, die in der Ausbildung für Gottesdienstleitung und/oder Predigt im Rahmen des Kurses "Mitarbeit in der Verkündigung" stehen.

Sie nutzten die Möglichkeit, eine Fachperson zu befragen zu Wissenswertem rund um das Neue Testament. Jutta Henner wusste die Themen des Neuen Testaments erzählerisch auf vielen parallelen Ebenen darzustellen. Sei es, dass es um den historischen Bezug ging, sei es, dass gesellschaftliche Gruppen aus der Antike in die Gegenwart "übersetzt" wurden. Z.B. was es damals mit den Zöllnern auf sich hatte. Die Antwort: "Sie arbeiteten nach einer Art Franchise-System. Sie erwarben das Recht, alle römischen Steuern einzuheben und bezahlten dafür eine Pauschale an die Machthaber als Gegenleistung."

Natürlich gab es zuvor eine grundlegende Einführung in die Entstehung der biblischen Schriften im Neuen Testament. Sie befassten sich mit Jesus und mit Paulus und deren Aussagen. Sie erfuhren, welche religiösen Gruppen damals das Sagen hatten. Immer wieder floß ein, was die Teilnehmenden im Vorfeld vorbereitet hatten, nämlich unterschiedliche Zugänge und Auslegungsmöglichkeiten: feministisch, evangelikal, materialistisch, fundamentalistisch und auch historisch-kritisch. Jede Methode öffnet andere Blickweisen und bereichert das Verstehen.

In bester pädagogischer Tradition hatte Jutta Henner das Talent, Fragen aufzugreifen, in einen Zusammenhang zu stellen und von verschiedenen Sichtweisen zu beleuchten. Nicht jede Frage konnte erschöpfend geklärt werden, aber in allen Antworten und Diskussionen wurde der eigene Horizont behutsam erweitert. Jede und jeder konnte etwas aus dem eigenen Erfahrungsschatz beitragen, sei es die Erfahrung von Krieg und seinen Auswirkungen, sei es eine Reise nach Jerusalem und die Eindrücke dazu, sei es eine Bibelübersetzung in einer anderen Sprache.

Offensichtlich wurde, dass die Gruppe schon gut zusammengewachsen ist. Zwei Drittel der Teilnehmenden bestand darauf, auf Isomatten und im Schlafsack in den Kirchenräumen zu übernachten. Ein mutiger Schritt für manche Ü40er.

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