Wächter und Marien am Grab Jesu
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Der Ostergottesdienst in Graz war heuer geprägt von den unterschiedlichen Perspektiven, mit denen auf das leere Grab geschaut wird. Nur im Matthäusevangelium spielen die römischen Wachsoldaten am Grab eine Rolle. Sie haben einen undankbaren Job. Warum sollen sie auch einen Toten bewachen? Der rennt gewiss nicht fort.
Anders sehen es die Marien. Sie kommen voller Trauer zum Grab. Doch dieses ist leer. Das muss bedeuten, dass Jesus auferstanden ist, so wie er es gesagt hat. Das sollen auch seine Jünger erfahren.

Pastorin Esther Handschin ging in ihrer Predigt auf die beiden unterschiedlichen Perspektiven ein. Sie haben denselben Ausgangspunkt: das leere Grab. Die Wachsoldaten sind dazu beauftragt sind, einen Raub des Leichnams aus dem Grab zu verhindern. Sie nehmen die äußere Perspektive ein. Die beiden Marien hingegen nehmen die innere Perspektive des Glaubens ein. Für sie bedeutet das leere Grab, dass Jesus auferstanden ist. Das sieht jedoch nur der Glaube. Pastorin Handschin schloss ihre Predigt mit verschiedenen Auferstehungsgeschichten, die sie in den vergangenen 20 Monaten in der Grazer Gemeinde miterleben durfte.
Wie jedes Jahr wurde das Kreuz aus Dornen mit mitgebrachten Blumen in ein blühendes Kreuz verwandelt. Ein weiteres Zeichen dafür, dass Christus auferstanden ist.
In diesem Jahr erklang der Osterruf "Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!" in der Sprache Twi: "Kristo asɔre! Ampa, wasɔre!"
