In Ös­ter­reich zu Hause…

Organisation

Die EmK ist in Österreich seit 1871 tätig, und seit 1951 als Kirche staatlich anerkannt. Rechtlich gesehen besteht die EmK Österreich aus einer einzigen Kultusgemeinde, die ihre Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich erstreckt. Der offizielle Sitz der Kirche ist in Wien.

Die EmK Österreich ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und vertritt die Prinzipien der Selbstregierung und Selbstverwaltung, der Laienmitarbeit und der Freiwilligkeit der Kirchengliedschaft. Der „gesetzgebende Vertretungskörper“ ist die Jährliche Konferenz, die einmal im Jahr unter dem Vorsitz der zuständigen Bischöfin oder des zuständigen Bischofs tagt. 

 

Die Jährliche Konferenz wählt den Kirchenvorstand, dem die Leitung und oberste Verwaltung der EmK Österreich obliegt. Die gewählte Präsidentin bzw. der gewählte Präsident des Kirchenvorstands vertritt gemeinsam mit der Superintendentin bzw. dem Superintendenten die Kirche nach außen.  

Superintendentin bzw. Superintendent ist eine Pastorin oder ein Pastor, die oder der von der Bischöfin bzw. vom Bischof als Stellvertreter ernannt wurde. 

…doch Teil einer welt­wei­ten Kirche

Die Evangelisch-methodistische Kirche ist eine weltweite Gemeinschaft, zu der mehr als 12 Millionen Menschen in Afrika, Asien, Europa und den USA gehören. Die englischsprachige Bezeichnung lautet „United Methodist Church“. Gemeinsam teilen wir Gottes Liebe in Wort und Tat. 

Von der lokalen Gemeinde bis zur weltweit höchsten Ebene, der Generalkonferenz, sind alle Gremien und Konferenzen unserer Kirche demokratisch gewählt. Alle Ämter stehen Frauen und Männern offen. Alle Entscheidungen werden gemeinsam von Laien und Pastorinnen und Pastoren getroffen. Es gibt gewählte Bischöfinnen und Bischöfe, die die Aufsicht über geographische Regionen haben und die Jährlichen Konferenzen leiten, ohne dabei selbst Stimmrecht zu haben.

Die Kon­fe­ren­zen

Die Evangelisch-methodistische Kirche hat eine demokratische Struktur. Alle wichtigen Entscheidungen werden in Gremien, die aus Laien sowie Pastorinnen und Pastoren besetzt sind, getroffen. 

 

Die Bezirkskonferenz ist das parlamentarische Gremium auf lokaler Ebene, das in der Regel einmal im Jahr über die Belange eines Gemeindebezirks, der aus einer oder mehreren Gemeinden bestehen kann, entscheidet. Die Bezirkskonferenz wählt Personen für die Ämter und Dienste der Gemeinde und setzt einen Gemeindevorstand und Ausschüsse für verschiedene Zwecke (z.B. Finanzen) ein.

Die Jährliche Konferenz ist das wichtigste kirchenleitende Gremium. Sie umfasst die Gemeinden und Werke einer Region. Laien und pastorale Mitglieder sollen darin zu gleichen Teilen vertreten sein. Die Jährliche Konferenz Österreich beaufsichtigt alle Werke, Dienste und Gemeinden der EmK in Österreich.

Die Generalkonferenz ist das höchste parlamentarische Gremium auf Weltebene. Sie tagt alle vier Jahre, in der Regel in den USA. Alle Jährlichen Konferenzen entsenden entsprechend ihrer Größe Laien und pastorale Mitglieder (zu gleichen Teilen). Die Generalkonferenz beschließt die Verfassung und die Kirchenordnung, zu der auch die Sozialen Grundsätze gehören. Sie verabschiedet Resolutionen zu aktuellen Fragen in Kirche und Gesellschaft und wählt und beauftragt die weltweiten Behörden der Kirche.

Außerhalb der USA bilden die Jährlichen Konferenzen einer größeren Region eine sog. Zentralkonferenz, zu der mehrere Jährliche Konferenzen zusammengeschlossen sind. Sie ist ebenfalls zu gleichen Teilen aus gewählten Laien- und pastoralen Delegierten zusammengesetzt und bildet eine administrative Einheit, die die gemeinsame Arbeit und Mission koordiniert, und sie wählt den Bischof, die Bischöfin.

Glaubensimpuls
Global und Lokal

John Calhoun ist als Missionar aus den USA in Wien tätig. Ein Einblick in seine Erfahrungen

Bild von John Calhoun
John Calhoun

Pastor

3 min lesen
wei­ter­le­sen

Kurz und knapp

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) in Österreich

 

  • - ist als Teil der United Methodist Church mit ca. 12 Millionen in mehr als 130 Ländern weltweit eine internationale Kirche. Den im Weltrat Methodistischer Kirchen (World Methodist Council) verbundenen Kirchen gehören derzeit ca. 90 Millionen Mitglieder an. 
  •  
  • - ist aus der „Methodistischen Bewegung“ hervorgegangen, die im 18. Jahrhundert als Sozial- und Heiligungsbewegung in der Kirche von England entstanden ist. Zu den Begründern der Methodistischen Bewegung gehören die Brüder und Pfarrer der Kirche von England John und Charles Wesley. 
  •  
  • - betont die Verbindung von sozialem Engagement (Liebe zum Nächsten) und persönlicher Frömmigkeit (Liebe zu Gott). Der soziale Schwerpunkt kommt auch in der einzigen „bekenntnisartigen“ Schrift,  dem Sozialen Bekenntnis der EmK,  zum Ausdruck.
  •  
  • - ist eine Kirche, die in der Zeit der Aufklärung entstanden ist. Gemäß dem Ideal von John Wesley ist jede Christin, jeder Christ berufen, zu denken, und denken zu lassen („Think and let think“). Sie misst der Frage nach der persönlichen Glaubenspraxis und Lebenshaltung mehr Bedeutung zu als Fragen der lehrmäßigen Doktrin.   
  •  
  • - ist eine evangelische Kirche und steht als Mitgliedskirche der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa in Kirchengemeinschaft z.B. mit der Lutherischen und der Reformierten Kirche in Österreich.
  •  
  • - ist in Österreich seit 1871 tätig und hat heute ca. 1500 Mitglieder in neun Gemeinden. Es gibt derzeit sechs hauptamtliche Pastorinnen und Pastoren.
  •  
  • - wurde 1951, fast 60 Jahre nach dem ersten Ansuchen, staatlich anerkannt. Sie ist somit Körperschaft Öffentlichen Rechts und bildet in Österreich eine einzige Kultusgemeinde. 
  •  
  • - ist Gründungsmitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich.
  • - ist eine demokratisch verfasste Kirche, deren Leitungsgremien paritätisch von Ordinierten (Pastor*innen) und Nichtordinierten (Laien) besetzt sind. Alle Ämter stehen Frauen und Männern gleichermaßen offen. 
  •  
  • - ist Teil der Zentralkonferenz (Bischofssprengel) Mittel- und Südeuropa, die derzeit unter der Aufsicht von Bischof Dr. Patrick Streiff in Zürich steht. Der jeweilige Bischof / die Bischöfin wird in seiner / ihrer Abwesenheit von einer von ihm ernannten Superintendentin / einem von ihm ernannten Superintendenten vertreten. 
  •  
  • - ist Trägerin und Eigentümerin der Diakonie Zentrum Spattstraße gGmbH in Linz. Gegründet 1963, leistet die Spattstraße seit bald 60 Jahren innovative Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendwohlfahrt (und darüber hinaus) und ist zu einer unentbehrlichen Einrichtung in der oberösterreichischen Soziallandschaft geworden. 

Die Evangelisch-methodistische Kirche (United Methodist Church) zählt weltweit ca. 12 Millionen Mitglieder. Darüber hinaus gehören ca. 85 Millionen Menschen zu den Kirchen, die aus der methodistischen Bewegung hervorgegangen und im World Methodist Council (Weltrat Methodistischer Kirchen) verbunden sind.

Ja! Frauen und Männer sind vollkommen gleichberechtigt und können ohne Unterschied alle Ämter und Aufgaben in der Evangelisch-methodistischen Kirche übernehmen.

Der Konferenzlaienführer / die Konferenzlaienführerin vertritt die Laiendelegierten der gesamten Jährlichen Konferenz. Er wird von den Laiendelegierten gewählt und spricht stellvertretend in ihrem Namen

In Österreich gibt es 9 Gemeinden mit ca. 1.400 Mitgliedern.

Entscheidungen werden grundsätzlich in demokratischer Weise gemeinsam von Laiinnen und Laien sowie den Pastorinnen und Pastoren in den dafür vorgesehenen Gremien (Konferenzen) getroffen.

Die Evangelisch-methodistische Kirche hat eine demokratische Struktur. In den Konferenzen (Synoden) werden Beschlüsse gemeinsam von Laiinnen und Laien und Pastorinnen und Pastoren gefasst, und Bischöfinnen und Bischöfe gewählt. Die Rolle der Bischöfinnen und Bischöfe besteht darin, die kirchenleitenden Gremien in den Entscheidungsprozessen anzuleiten und die Kirche in der Erfüllung ihrer Aufgaben zu beaufsichtigen. Die Evangelisch-methodistische Kirche in Österreich gehört zusammen mit anderen europäischen Ländern zum Amtsbereich von Bischof Dr. Patrick Streiff, der seinen Sitz in Zürich hat.

Die Verantwortung für die Leitung der Kirche wird gemeinsam von Laiinnen und Laien und Pastorinnen und Pastoren wahrgenommen. Laiinnen und Laien werden ermutigt und durch Schulungen befähigt, auch pastorale Dienste zu übernehmen, wie z.B. die Leitung von Gottesdiensten, Predigtdienste oder Seelsorge.

Your browser is out of date!

Update your browser to view this website correctly. Update my browser now