Gedanken zum Fasten

Glaubensimpuls

Bild von Dorothee Büürma
Dorothee Büürma

Pastorin, Erwachsenenbildung


Ein Impuls aus dem ökumenischen Gottesdienst zum Aschermittwoch in Salzburg 

An diesem ersten Tag der Fastenzeit stehe ich irgendwie hilfloser hier als in den vorigen Jahren. Ich bin noch in einer Art Schockzustand über die Ereignisse in Europa in der letzten Woche. 

Staub und Trümmer, Zerbrechlichkeit und das Aufgeben von bequemen Gewohnheiten bringen mir heute ganz andere Bilder vor Augen als zuvor. 

Die Fastenzeit ist eine Zeit des Um-Denkens

Wir haben in Europa vieles innerhalb kürzester Zeit umdenken müssen in den letzten Tagen.

Vielleicht geht es auch Ihnen und euch so wie mir – es ist mir stärker bewusst, wie gut es mir und uns geht (trotz der coronabedingten Umstände und Einschränkungen). Und ich nehme nicht mehr alles einfach hin, sondern bin aufmerksamer/ achtsamer/ dankbarer für die kleinen Dinge in meinem alltäglichen Leben. 

Das ist auch eine Art der Umkehr, des Um-denkens. 
Was auch immer wir uns in der Fastenzeit vornehmen – 
ob wir etwas aufgeben, das uns nicht gut tut, 
ob wir etwas tun, das für uns gut ist,
ob wir unsere Zeit neu einteilen und neue Prioritäten setzen,
ob wir vielleicht Fasten für das Klima (Autofasten, nachhaltigere Ernährung etc). 

Das Fasten ernst nehmen

All das kann nur gut gehen, wenn wir die nötigen Änderungen in unserem Leben ernst nehmen. Wenn wir sie nicht nur als einen Zeitvertreib für die nächsten 40 Tage betrachten, sondern wenn wir versuchen, mit kleinen Schritten auf den neuen Wegen zu gehen, auf denen uns Gott begleitet.

John Wesley zum Fasten:

Als Methodistin sind mir folgende Worte unseres Pastors und Predigers John Wesley wichtig: 
„Ein wichtiger Grund für das Fasten ist, dass es eine Hilfe zum Beten ist, vor allem wenn wir längere Zeiten für das Gebet vorsehen. Besonders dann gefällt es Gott, die Seelen derer, die ihm dienen, über alles Irdische zu erheben…“

Das Gebet kann uns helfen, ruhig zu werden, unsere Sorgen loszulassen und Gottes Frieden zu spüren. Das Gebet schenkt Hoffnung, auch inmitten der Trümmer unserer Welt – denn es lenkt unsere Sicht zu Gott hin. Im Gebet spüren wir einen Schimmer von Gottes Ewigkeit.

Dazu möchte ich euch und Sie in dieser Fastenzeit ermutigen: Nutzen wir diese Zeit zum Beten – und lassen wir uns von Gottes Geist Kraft und Mut schenken.

Infos zum Got­tes­dienst

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