Nie wieder Sre­bre­ni­ca

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Bild von Frank Moritz-Jauk
Frank Moritz-Jauk

Pastor, Öffentlichkeitsarbeit


Veranstaltung am Tag des Völkermordes

Heute – am 11. Juli – ist der Gedenktag für den Völkermord in Srebrenica. 

Mehr als 8.000 Bosniaken – fast ausschließlich Männer und Jungen zwischen 13 und 78 Jahren – wurden zwischen dem 11. und 19. Juli 1995 ermordet. Das Massaker gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Es wurde in einer UN Schutzzone begangen.

Das Symbol für Srebrenica – die das Bild zeigt – ist aus einer Begebenheit entstanden, als elf Mütter um den Sarg eines Kindes, wie bei muslimischen Begräbnissen üblich in grün gekleidet, standen.

11 Mütter – 11. Juli.
Grün – die Farbe der Muslime – hier steht sie für den Tod.

Es gab dazu heute eine Gedenkveranstaltung um 18:00 Uhr auf dem Südtirolerplatz in Graz. 

Ich war da.
Und ich war froh, dass ich da war.

Manche Veranstaltungen sind schwer.
Weil das unfassbare Leid dich in Form von Bildern, Beiträgen und Wortmeldungen nicht unberührt lässt, sondern trifft.

Gleichzeitig ist es meiner Ansicht nach so wichtig, sich solidarisch zu verhalten. 
Den hauptsächlich muslimischen, bosnischen Menschen zu zeigen, dass sie hier nicht allein gedenken, sondern dass dies auch Mitmenschen wahrnehmen, die in derselben Stadt wohnen.

Den gehäkelten Srebrenica-Anstecker habe ich von Fikret Fazlic bekommen – dem Imam des Islamischen Kulturzentrums in Graz – das hauptsächlich von bosnischen Muslimen besucht wird.

Ihn kenne ich, er hat mich gesehen, mit ihm habe ich kurz gesprochen.
Das sind die Zeichen, die wichtig sind für ein gelingendes Miteinander.

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