Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst Lannach

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Frank Moritz-Jauk

Pastor, Öffentlichkeitsarbeit


Ökumenischer Gottesdienst: Was brauchst du? Jetzt und heute?

Der erste ökumenische Gottesdienst in Lannach, im Seelsorgeraum Kaiserwald, stand ganz im Zeichen des Feigenbaums.
Genauer gesagt im Zeichen des "keine-Früchte-tragenden" Feigenbaums, wie wir ihn im Lukasevangelium (Lukas 13,5-9) finden.

In Verbindung mit dem Lesungstext aus 1. Könige 5,4-5, wonach JEDER zur Zeit des Königs Salomo unter seinem Weinstock und seinem Feigenbaum saß, war das zentrale Thema dieses Gottesdienstes die Frage: 
WAS NÄHRT DICH?

In all den Krisen, die uns umgeben – sei es die Covid-19-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine oder die Herausforderungen des Klimawandels oder die entfesselte Finanzwelt: 
WAS NÄHRT DICH?

Was brauchst du? Jetzt und heute? Wo bekommst du Kraft?

Und so wie der Feigenbaum vielleicht verschiedene Dinge braucht, um endlich Frucht zu bringen, haben wir den verschiedenen Bedürfnissen zeichenhaft Speisen oder Getränke zugeordnet.
Ruhe oder Auszeit war ein Angebot, Nähe und Gemeinschaft ein anderes Angebot, das Bedürfnis nach Frieden eine weitere Möglichkeit usw.

Die Mitfeiernden waren aufgefordert, sich in einer Zeit der Stille für ein Bedürfnis zu entscheiden, von dem sie gespürt haben, dass sie dieses jetzt in ihrem Leben am Nötigsten brauchen.

Dann konnte man nach vorne kommen und sich symbolisch durch das Glas Saft oder das mit Traubenmarmelade bestrichene Brot, welches dem Bedürfnis zugeordnet war, stärken.

Konzeptionell also ganz auf den einzelnen Menschen in diesen Zeiten eingehend, ist uns ein runder, stimmiger Gottesdienst gelungen.

Und das trotz der unfreundlichen Vorzeichen, denn Covid hat viele vorgesehene Mitwirkende schachmatt gesetzt und wir mussten heftig improvisieren.

So durfte ich meinen römisch-katholischen Bruder Gerhard Hatzmann vertreten – und ich habe mich redlich bemüht.
Nicht nur das Kreuzzeichen, sondern auch das Niederknien vor dem Altar habe ich genau deswegen gemacht – um eine Brücke zu den ortsansässigen Geschwistern zu bauen – und um hier eine würdige Vertretung zu sein.

Mit Ines Tobisch von der Altkatholischen Kirche und Reiner Hasenauer von der Neuapostolischen Kirche als Liturg*innen, unseren Spielenden, Lesenden, Betenden und unseren Musiker*innen ist es wieder einmal ein gelungenes Ganzes geworden – das bekanntlich die Summe ALLER Teile ist.

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